Schadstoffe in Zahnpasta

Die Geschichte von Karius und Baktus kennen wir wohl alle. Zwei fiese Bakterien, die es lieben, sich an Speiseresten in unseren Mundhöhlen zu erfreuen und unseren Zähnen dabei Schaden zufügen. Um diese zwei Monster auszutricksen und für entsprechende Mundhygiene zu sorgen, nutzen wir sie täglich: Zahnpasta. Die reinigende Paste gibt es in verschiedensten Variationen und Geschmacksrichtungen – und leider auch mit ausreichend Schadstoffen. Diese stellen wir euch im folgenden Beitrag detailliert vor, damit ihr zukünftig einen weiten Bogen um diese Produkte machen könnt.

 

Zahnpasta von Signal

Diverse Zahnpasten sind voll mit Stoffen, die negative Auswirkungen auf unseren Körper haben können. Wer an dieser Stelle einwenden möchte, dass Zahnpasta ja größtenteils nach dem Zähneputzen ausgespuckt wird – stimmt. Aber die Mundschleimhaut kann in der kurzen Zeit, in der die Paste in der Mundhöhle verweilt, viel von den schädlichen Stoffen aufnehmen und in unseren Organismus weiterleiten. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass wir im Optimalfall morgens, mittags und abends unsere Zähne putzen, kann im Laufe eines Tages eine große Menge an Schadstoffen in unseren Körper gelangen. Um euch zu verdeutlichen, was für Stoffe sich in den Pasten befinden können, haben wir uns für ein Produkt einer beliebten Marke entschieden. „Signal“ ist in jedem Drogeriemarkt zu finden und bietet verschiedenste Produkte für unterschiedliche Bedürfnisse an. Das Produkt, welches wir uns herausgepickt haben, nennt sich „Signal Mildfrisch Kariesschutz“. Schaut man sich bei Rossmann und Co um, ist dieses Produkt nun in abgewandelter Form als „Signal Kariesschutz“ zu finden. Auch auf der Herstellerwebsite wird lediglich dieses Produkt aufgelistet. Leider sind dort die Inhaltsstoffe nicht angegeben, weswegen wir extra einen Blick auf die Website einer Drogeriekette werfen mussten, um an die Auflistung der Stoffe zu gelangen.


Das Produkt soll gegen Karies helfen und Zahnschmelzabbau vorbeugen. Da es laut Hersteller einen sehr milden Geschmack hat, würde es besonders bei Familien oft zum Einsatz kommen. Die Zahnpasta wird zusätzlich mit der Bezeichnung „frisches Zahnputzerlebnis“ beworben, welches mit einer ProFluor-Technologie ausgestattet ist. Diese Technologie soll die Zähne während des Putzvorgangs mit „hochwertigem Natriumfluorid“ versorgen. Die ältere Variante dieses Produkts beinhaltet allerdings noch weitere Stoffe, die wir im Einzelnen detaillierter beleuchten.

 

Methylparaben und Propylparaben

Diese schädlichen Stoffe kennen wir bereits von den Cremes. Ist eine Zahnpasta-Tube erst einmal offen, liegt sie meist mehrere Wochen im Bad. Um zu verhindern, dass die Paste verdirbt, werden in der Industrie chemische Konservierungsmittel eingesetzt. Diese sind die günstigere Alternative zu hochwertigen Konservierungsmitteln. Methyl- und Propylparaben sind solche Mittel, die dafür sorgen, dass Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien verhindert wird. Hört sich gut an – ist aber für unseren Körper weniger angenehm. Durch unsere Mundschleimhaut gelangen die Stoffe in unseren Organismus, wo sie dazu beitragen können, dass unser Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät. Dies liegt daran, dass die Aktivität der Stoffe der des weiblichen Hormons Östrogens sehr ähnlich ist. Des Weiteren konnte eine britische Studie belegen, dass Parabene mit dem Auftreten von Brustkrebs in Verbindung gebracht werden können. Wie bei den Cremes auch, gibt es gesetzliche Verordnungen, die den Gehalt dieser Stoffe regeln. So sollte eigentlich gewährleistet sein, dass wir nicht zu viel mit den Parabenen in Berührung kommen. Da wir jedoch drei Mal täglich Zähneputzen sowie meistens noch andere parabenhaltige Produkte nutzen, werden diese Werte häufig überschritten.

 

PEG-32

Damit Zahnpasten eine gleichmäßige Konsistenz haben, werden PEGs, sogenannte Emulgatoren, unter die Masse gemischt. Der Stoff sorgt dafür, dass alle Inhaltsstoffe gut miteinander vermischt sind – wässrige und fetthaltige Zutaten werden also verbunden. Unerwähnt bleibt jedoch in den meisten Fällen, dass PEGs die Schleimhaut durchlässiger machen. Die natürliche Schutzfunktion oder Hautbarriere wird somit geschwächt und Schadstoffe können leichter durch sie hindurch dringen. Für den Organismus hat dies zur Folge, dass Parabene und Co noch leichter unsere Mundschleimhaut passieren und sich im Körper ausbreiten können.

 

Sodium Saccharin

Hierbei handelt es sich um einen Süßstoff bzw. Zuckeraustauschstoff, der die Zahnpasta schmackhafter machen soll. Auch wenn wir an dieser Stelle nicht konkret den Nachteil dieses Stoffs benennen können, wollen wir erwähnen, dass es durchaus Diskussionen um die Unbedenklichkeit solcher Süßstoffe gibt.

 

Fluoride

Zahnpasten mit viel Fluor gelten als besonders zahnfreundlich. Dabei wird oft unter den Tisch gekehrt, dass Fluoride als Zellgifte wirken können und Enzyme unseres Stoffwechsels bei ihrer Arbeit behindern. Es kann somit eine Verlangsamung des Stoffwechsels stattfinden, den wir allerdings kaum registrieren. Da dieser Prozess sehr langsam und schleichend passiert, lassen sich erst nach Jahren erste Gesundheitsschäden erkennen. Leider werden dann häufig keine Rückschlüsse mehr gezogen, dass die Schäden im Zusammenhang mit der fluorhaltigen Zahnpasta stehen könnten. Besonders problematisch: Unser Immunsystem ist auf die Arbeit der Enzyme angewiesen. Da diese durch Fluoride irritiert und in ihrer Arbeit behindert werden, kann unser Immunsystem geschwächt werden. Wir werden folglich anfälliger für die verschiedensten Gesundheitsprobleme.

 

Alternative Produkte

Auch wenn man es sich anfangs kaum vorstellen kann – es gibt zahlreiche Alternativen zu herkömmlichen Pasten. Natürlich empfehlen wir euch als erstes, Zahnpasta selber herzustellen. Ihr braucht lediglich ein paar Zutaten, die meist jeder von uns im Haushalt hat. Kokosöl, Kaisernatron und ein paar Tropfen Pfefferminzöl – et voila, fertig ist die nicht-schädliche Paste. Wer auf diese Zutaten nicht zurückgreifen kann oder den Versuch der selbstgemachten Zahnpasta nicht wagen möchte, sollte ein alternatives Produkt wählen. Hier gibt es eine Vielzahl an Herstellern, die unschädliche Zahnpasta anbieten. Ich selber nutze seit langer Zeit eine Zahnpasta von Weleda, mit der ich sehr zufrieden bin. Dieses Produkt ist frei von Schadstoffen und eignet sich besonders für empfindliches Zahnfleisch. Da die Zahnpasta keine „aufschäumenden“ Inhaltsstoffe enthält, bildet sie beim Putzvorgang keinen Schaum. Benutzt ihr also eine elektrische Zahnbürste, solltet ihr etwas aufpassen – Spritzgefahr.

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass auch in Zahnpasten viele Stoffe enthalten sind, die unserem Organismus schaden. Diese ähneln teilweise den Schadstoffen, die sich auch in Shampoos und Co finden lassen. Da es sich bei Zahnpasta um ein Produkt handelt, welches ihr jeden Tag nutzt, sollte man auch hier darauf achten, Produkte zu wählen, die ohne schädliche Inhaltsstoffe auskommen.

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